
Eine Region macht sich auf den Weg über die Grenzen hinweg, um Nein zu sagen gegen das Atommüllendlager in Benken- Nein zur Atomkraft und Ja zu erneuerbaren Energien.
Die traditionelle Winterwanderung der SPD Jestetten führte nach Benken, um beim monatlichen Sternentreffen in der „Sonne“ den Widerstand gegen das Atommüllendlager zu unterstützen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter wanderte ebenfalls mit nach Benken. Dort referierte Gerhard Förster, seit 15 Jahren aktiv in der Bürgerinitiative Lüchow-Danneberg, über den Widerstand in Gorleben und die Entwicklung der Asse. Die unvorstellbaren Zeiträume der Lagerung von Atommüll, eine Million Jahre, sind in Benken wie in Gorleben Thema. Es gibt heute keine Technologie, die eine sichere Entsorgung über diesen Zeitraum garantieren kann. Das Salzbergwerk Asse, mit eingelagerten Fässern von mittel bis schwachradioaktivem Atommüll, hat gezeigt, wie den Aussagen über sichere Lagerung zu trauen ist. Nach 40 Jahren müssen die Fässer zurückgeholt werden. Den Milliardenaufwand zahlt der Steuerzahler. Die Illusion der Ungefährlichkeit und Sicherheit von Atomanlagen zeigt auch die Kinderkrebsstudie auf. Im Umkreis von Atomanlagen ist die Häufigkeit von Krebserkrankungen von Kindern erhöht.
Rita Schwarzelühr-Sutter MdB thematisierte in der Diskussion, wer denn die Sicherheitsstandards festlege. Es mangle an Transparenz in diesen Fragen, da es keine unabhängigen Gutachten gebe. Nur wer ernsthaft den Ausstieg aus der Kernenergie verfolge, könne mit einer Unterstützung bei der Endlagerung des schon vorhandenen Mülls rechnen. Die Schweiz betreibe jedoch den Neubau von drei neuen
Atomkraftwerken. Somit werde immer mehr Atommüll anfallen, und ein Ende der Atomindustrie sei nicht absehbar. So sei der Widerstand gewiss, und es sei dringend geboten, sich über die Grenzen hinweg noch stärker zu vernetzen.
Rosi Drayer, Gemeinderätin aus Hohentengen und Vorsitzende von LoTi, Lägeren ohne Tiefenlager, sagte auch alle Initiativen seien nur sinnvoll und gewichtig, wenn man sich als gesamte Region über nationale Grenzen hinweg verstehe und sich gemeinsam widersetze.
